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Vegane Kondome

Wer vegan lebt, stellt schnell fest, dass viele Produkte des täglichen Lebens tierische Bestandteile enthalten, die man so nicht erwartet hätte. Hast du dich zum Beispiel schon einmal mit den Produktionsbedingungen und Inhaltsstoffen von Kondomen beschäftigt? Wir zeigen dir, welche veganen Kondome du bedenkenlos kaufen kannst und worauf du generell achten solltest.

Vegane Kondome kommen ohne jegliche tierische Inhaltsstoffe und Tierversuche aus. Obwohl man denken könnte, dass Kondome aus einem Naturprodukt oder wahlweise einem synthetischen Rohstoff hergestellt werden, und sie damit ja eigentlich vegan sein müssten, ist dem nicht so. Bei der Verarbeitung des rohen Kautschuks für Latexkondome verwenden die meisten Hersteller das Milchprotein Kasein als Hilfsmittel. Dies wird durch Mikrofiltration aus Kuhmilch gewonnen und als Bindemittel eingesetzt. Zwar ist im fertigen Kondom kein Kasein mehr enthalten, dennoch gilt das Produkt aus ethischer Sicht als bedenklich und selbstverständlich als nicht vegan.

Vegane Kondome kommen gänzlich ohne Kasein aus und setzen stattdessen auf pflanzliche Stoffe wie Distelextrakt. Die meisten Hersteller achten zudem auf eine ökologische und faire Produktion.

Die ersten Kondome wurden aus gewebtem Stoff gefertigt und waren nicht besonders wirkungsvoll zur Empfängnisverhütung. Erst mit der Verwendung von Schafsdärmen und anderen tierischen Membranen konnte eine erste Wirksamkeit erzielt werden. Doch obwohl diese Kondome als intensiver und sinnlicher gelten, und es sie sogar heute noch vereinzelt zu kaufen gibt, können sie mit künstlich hergestellten Kondomen in puncto Verhütung und Schutz vor sexuell übertragen Krankheiten nicht mithalten. Erst mit der Erfindung der Vulkanisierung von Kautschuk im Jahre 1839 war es möglich, ein Gummi herzustellen, das wasserfest, temperaturfest und robust war. 1855 wurde dann das erste Gummi-Kondom aus pflanzlicher Latexmilch hergestellt, das wenig später auch in Serienproduktion ging.

Auch heute bestehen die meisten Kondome aus dem Naturprodukt Naturkautschuklatex, das aus der Latexmilch des Kautschukbaums gewonnen wird. Die Produktion des Kautschuks erfolgt dabei überwiegend in Ländern in Asien, Afrika und Südamerika, wo sowohl die Arbeitsbedingungen der Plantagenarbeiter als auch die Auswirkungen auf die Umwelt teils problematisch sind. Wer hier auf Nummer sicher gehen will, sollte unbedingt auf einen fairen Handel und nachhaltige Anbaubedingungen achten.

Neben Naturkautschuk gibt es inzwischen auch Präservative aus erdölbasierendem Polyurethan (PUR) sowie Polyisopren (PI), das insbesondere für Latexallergiker geeignet ist.

Übrigens fand Öko-Test 2010 heraus, dass heutige Kondome zwar zuverlässig vor Schwangerschaft und Krankheiten schützen, einige von ihnen aber gesundheitlich bedenkliche Schadstoffe, wie allergieauslösende Latexproteine oder potenziell krebserregende Nitrosamine, enthalten.

Auch wenn die Anzahl veganer Kondommarken aktuell noch überschaubar ist und die Packungspreise etwas höher als bei konventionellen, so lohnt sich der Kauf. Denn schließlich investierst Du in Deine eigene Gesundheit und die Deines Partners bzw. Deiner Partnerin. Gleichzeitig hilfst du dem fairen Handel und unterstützt einen ökologischen Anbau. Die folgenden Marken für vegane Kondome empfehlen wir Dir:

Vegane Kondome von Fair Squared ohne Tierversuche

Vegane Kondome von Fair Squared

Fair Squared ist eine alternative Handelsorganisation, die seit 2010 nachhaltige Produkte in England vertreibt. Seit 2013 sitzt das Unternehmen in Köln und gehört heute zu den Pionieren, wenn es um Kondome aus fair gehandeltem Naturkautschuk geht. Die veganen Kondome werden in Deutschland hergestellt und das Latex stammt aus FSC-zertifizierten Plantagen in Kerala in Südindien.

Fair Squared ist Mitglied im Fair Rubber e.V., der sich zum Ziel gesetzt hat, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Erzeuger zu verbessern. Der Naturkautschuklatex für die veganen Kondome stammt aus fairem Handel. So erhalten die Produzenten eine Fair-Trade-Prämie, die für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Plantagenarbeiter und ihrer Familien verwendet wird.

Die Kondome sind vegan und tierversuchsfrei. Zusätzlich sind sie mit der Veganblume der Vegan Society ausgezeichnet. Die Fair Squared Kondome sind frei von Farbstoffen und Aromen. „Original“ und „Ultrathin“ sind mit Silikonöl beschichtet.


Vegane Kondome von einhorn

Vegane Kondome von einhorn

Wer auf der Suche nach veganen Kondomen ist, kommt an einhorn nicht vorbei. Das Startup aus Berlin erlangte bundesweite Bekanntheit durch die TV-Sendung “Die Höhle der Löwen”, wo es die Investoren mit seiner bunten Präsentation im standesgemäßen Einhorn-Kostüm für ein Investment gewinnen wollte. Zwar fand sch kein Investor, trotzdem gelang es dem Unternehmen per Crowdfunding über 100.000 Euro einzunehmen.

Die Idee ist dabei simpel wie genial: Schluss mit peinlichen Kondomkäufen an der Ladentheke und stattdessen bunt designte Chipstüten, die Spaß machen und von bekannten Künstlern gestaltet wurden. Zusätzlich legt einhorn Wert auf Nachhaltigkeit. So sind die Kondome nicht nur vegan, auch auf Ökologie und Fairness wird dank dem einzigartigen Fairstainability-Konzept Wert gelegt.

Das Unternehmen bezahlt seine Kautschukfarmer in Malaysia bereits überdurchschnittlich, verzichtet auf den Einsatz von Pestiziden und legt Wert auf den Erhalt der Bio-Diversität. Die Rückverfolgbarkeit des Kautschuks durch die gesamte Lieferkette ist das nächste Etappenziel des Unternehmens. Auch die Definition von Kriterien für nachhaltigen Kautschukanbau und deren Einhaltung vor Ort stehen auf der Agenda. Hierbei geht es insbesondere um umweltverträgliche Anbaumethoden, sichere Arbeitsbedingungen und faire Löhne. Einhorn verpflichtet sich außerdem, 50% seiner Profite in soziale und nachhaltige Projekte zu investieren.

Die veganen Kondome von einhorn bestehen aus Naturkautschuklatex und sind frei von tierischen Inhaltsstoffen und Tierversuchen. Leider sind sie aktuell nur in einer Standardgröße erhältlich.


Vegane Kondome von Glyde

Vegane Kondome aus Australien von Glyde

Die veganen Kondome der australischen Marke Glyde enthalten keine tierischen Stoffe und sind frei von Tierversuchen. Sie bestehen aus Naturlatex und statt Kasein kommt Distelextrakt zum Einsatz. Der Naturkautschuk für die veganen Kondome wird in einer nachhaltig bewirtschafteten Latexplantage in Malaysia geerntet. Die Plantage besteht bereits seit über 100 Jahren und Bäume, die nicht mehr produktiv sind, werden dort durch neue Bäume ersetzt. So muss kein Regenwald für neue Plantagen abgeholzt werden.

Auch Fariness ist dem Unternehmen wichtig, deshalb arbeitet Glyde nach eigenen Angaben mit umweltbewussten Fairtrade-Partnern zusammen, die sich für faire Arbeitsbedingungen und eine faire Bezahlung der Arbeiter einsetzen. Zusätzlich unterstützt Glyde in Australien die nationale Gesundheitsbehörde (Australia Ministry of Health) und diverse AIDS-Hilfen sowie Gesundheitsprojekte weltweit mit Produkten und einem Teil der Erlöse.

Einige der veganen Kondome enthalten Aromen wie Erdbeere, Cola oder Vanille. Alle Aromen werden aus natürlichen Fruchtextrakten in Lebensmittelqualität gewonnen. Die Farbstoffe bestehen aus natürlichen Pflanzen- und Blütenextrakten. Als Gleitmittel sind die Glyde-Kondome mit einer dünnen Schicht Silikonöl versehen. Die Kondome sind in vier Größen im 10er und im 100er-Pack erhältlich.

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